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Technische Möglichkeiten

Ein- und Ausstieg

Häufig passiert es, ohne dass man es bewusst bemerkt: die Schuhspitze streift kurz am Holm entlang. Oder man zieht unbewusst den Kopf ein wenig mehr ein, um ohne schmerzhaften Kontakt zum Rahmen ins Innere des Fahrzeugs zu gelangen. Je nach Fahrzeug- und Sitzhöhe oder auch der Größe des Fußraumes braucht es mehr oder weniger Muskelkraft und Gelenkigkeit, um ins und aus dem Auto zu kommen.

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Die Gestaltung des Türausschnitts, die Breite der Einstiegsleiste oder der Verlauf der A-Säule tragen entscheidend dazu bei, wie „geschmeidig“ das Ein- oder Aussteigen gelingt. Ein kurzer Moment nur – doch je nach Tätigkeit kann der sich  im Laufe eines Arbeitstages ziemlich oft wiederholen. 

Sitze

Der Autositz ist vor allem eines: die unmittelbare und zugleich wichtigste Kontaktstelle zwischen Mensch und Fahrzeug. Damit sind Sie wirklich mit dem Fahrzeug verbunden. Er entscheidet, wie gut Sie wahrnehmen, wie Ihr Wagen reagiert. Er trägt entscheidend dazu bei, auf den Körper wirkende Fliehkräfte in Kurvenfahrten zu kompensieren.

Je besser Sitzfläche und Lehne an Größe und Statur angepasst werden können, desto besser hat der Fahrer den Wagen auch bei unvorhergesehenen Fahrmanövern im Griff.

Dabei kommt es auf die Wahl des richtigen Sitzes – Form, Bedienbarkeit etc. – ebenso an wie auf die richtige Einstellung. Drei Fragen bei der Anschaffung sind also entscheidend: lässt sich der Sitz wie angegossen an Sie anpassen? Finden Sie die dafür notwendigen Bedienhebel leicht? Entspricht er den Bedürfnissen Ihres Alltags?

Wichtig: wenn das Auto nicht fährt, dann besteht zwischen dem Sitzen auf einem Autositz und dem Sitzen auf einem Polstersessel kein großer Unterschied. Doch unterwegs entscheidet sich, wie gut das Gestühl den Körper auf Dauer stabilisiert.

Siehe Film: ergoactive-Sitz von Volkswagen

(Quelle: Volkswagen)

Bedienen

Ein zu hoch eingestelltes Lenkrad führt zu einem vermehrten Druck in den Schultern.

Zu weit entfernte Tasten, Drehknöpfe oder Bedienelemente können den Fahrer aus seiner „guten“, sicheren Position im Sitz bringen.

Je mehr Schritte in der Menüführung des Navis notwendig sind, desto länger ist man vom Verkehrsgeschehen abgelenkt.

Eine in Höhe und Länge einstellbare Lenksäule sowie eine leicht zu erreichende Schaltung gehören deshalb zu den entscheidenden Kriterien, um den Aufenthalt hinter dem Steuer so entspannt wie möglich zu machen. Auch sollten alle Instrumente und Bedienelemente blick- und griffsicher platziert und intuitiv erfassbar sein.

Beladen

Ausreichend Fächer für Getränke oder Unterlagen in Griffnähe für Fahrer und Beifahrer sind wichtig, um Ablagemöglichkeiten für alles, was schnell zur Hand sein soll, zu schaffen.

Eine niedrige Ladekante, eine weit aufschwingende Kofferraumklappe oder gerade Seitenwände machen die Beladung des Fahrzeugs mit Koffern und Kisten einfach – und rückenschonend.

Fahrzeug beladen

Sonstiges

Zu einem „Gesamtkunstwerk“ wird ein Fahrzeug, wenn alle „Komfort-Register“ gezogen werden. Dazu zählen unter anderem:

  • eine optionale Sprachsteuerung vermindert die Ablenkung bei manuellen Eingaben ins Navigationssystem oder bei der Bedienung der Audiosysteme.
  • Regen- und Lichtsensor, Einpark- oder Berganfahrhilfen bekommen unter ergonomischen Gesichtspunkten eine ganz neue Bedeutung. Sie unterstützen den Fahrer in Situationen, und sorgen so für mehr Konzentration auf das, was rund um ihn auf der Straße geschieht.
  • fahraktive Helfer von Tempomat bis Abstandsregelsystemen  oder eine Automatik entlasten den Kopf – und die Beine. Weniger oder gar keine Schaltvorgänge bedeuten weniger Anstrengung der Muskeln und damit weniger Verdrehungen in den Becken- und Beingelenken. Das beugt schmerzhaften Rückenleiden vor.
  • auch Motor und Fahrwerk können unter gesundheitlichen Aspekten gesehen werden. Erlauben das Ansprechverhalten des Aggregats und die elastische Kraftentfaltung bei niedrigen Drehzahlen ein schaltarmes Fahren, dann reduzieren sich meist auch die Arbeitsgeräusche des Triebwerkes. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Konzentration aus.
  • da sich störender und unerwünschter Lärm nachgewiesenermaßen auf die Gesundheit auswirkt und die Leistung mindert, spielt die Geräuschentwicklung des Motors und die Dämmung des Innenraumes am Arbeitsplatz Auto ebenfalls eine Rolle. Zudem belästigt und beeinträchtigt Lärm die Befindlichkeit und löst Stressreaktionen aus – auf Dauer ungünstig für die Faktoren wie Denkgeschwindigkeit, die Kreativität und die Motivation.
  • Ganz-Körper-Vibrationen werden im Auto besonders über Gesäß und Rücken übertragen. Sie können das allgemeine Wohlbefinden stören, die menschliche Leistungsfähigkeit beeinflussen und sogar eine Gefährdung für die Gesundheit und Sicherheit der Fahrer darstellen. Insbesondere Rückenschmerzen und Schädigungen der Wirbelsäule sind hier hervorzuheben.